Grüne Logistik: Nachhaltigkeit als treibende Kraft für Innovation und Fortschritt

Ob Schifffahrt, Luftfahrt, Straßen- oder Schienenverkehr – die Logistik ist für einen großen Teil der im Verkehr ausgestoßenen Treibhausgase verantwortlich. Umso wichtiger ist es also, dass die Branche immer nachhaltiger gestaltet wird.

Diesen Bedarf sieht heute nicht nur die Politik, die mit Verordnungen gewisse Grenzwerte vorgibt, sondern auch die Kunden und wir als Logistikunternehmen selbst. Letztere setzen immer mehr auf grünen Strom und Analysetools zur Optimierung ihrer Lieferwege und Lagerungen – auch wir bei IBS Logistics. Wie nachhaltig die Logistik bereits ist, wo die Herausforderungen im Wandel liegen und wo sich in Zukunft weitere Wege der CO2-Einschränkung eröffnen, lesen Sie hier.

 

Wo werden bereits erneuerbare Energien eingesetzt?

Dass Nachhaltigkeit wichtiger wird und Fortschritt bei Verkehrsleistung wie Energieeffizienz angestrebt wird, zeigt sich auch in den Zahlen. Zum Beispiel in einer Analyse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR). Sie zeigt, dass der Energieverbrauch des Personen- und Güterverkehrs in einigen Sparten bei wachsender Leistung bereits zurückgegangen oder zumindest gleich geblieben ist. Besonders erfolgreich ist hier der Schienenverkehr, welcher die Verkehrsleistung verdoppelte, während der Energieverbrauch deutlich abnahm. Elektrifizierung, energieeffizientere Züge sowie eine höhere Auslastung auf der Schiene sind die Gründe dafür. Im Luftverkehr hat sich zwar der Energieverbrauch verdoppelt, die Verkehrsleistung allerdings ebenso. Auch dies ist das Ergebnis von ressourcenschonenden Maßnahmen, Bioantrieb und anderen Optimierungen.

Seit Beginn der 2000er hat sich der Anteil von erneuerbaren Energien im Verkehr stark erhöht, in den letzten 30 Jahren sogar mehr als verneunzigfacht. Insgesamt ist der Anteil am Energieverbrauch im Verkehr dennoch nur einstellig – Anfang dieses Jahres waren es 7,3 Prozent. Dabei wird im Verkehr am häufigsten Biodiesel genutzt, der knapp 58 Prozent der verwendeten erneuerbaren Energien ausmacht, gefolgt von Bioethanol und Strom (Quelle: Umweltbundesamt). Letzterer wird meist aus Wind- oder Sonnenenergie gewonnen.  Unterstützt wurden diese Entwicklungen häufig durch politische Vorgaben und Richtlinien. So gab eine EU-Richtlinie bis 2005 zwei Prozent Biokraftstoffe vor, 2009 wurde sie abgelöst von einer Richtlinie, die zehn Prozent bis 2020 vorschrieb. Die fortschreitende Elektrifizierung des Schienenverkehrs und die staatliche Förderung der Elektromobilität sorgen außerdem für die häufigere Verwendung von Strom aus erneuerbaren Energien.

In der Logistik gibt es jedoch weit mehr Aspekte, die nachhaltiger gestaltet werden können als nur der Transport selbst. Denn auch die Lagerung, Sortierung und Co. benötigen Ressourcen, die auf nachhaltigere Weise gewonnen werden können. Bei IBS Logistics zum Beispiel sorgt eine 300 kWp Photovoltaik-Anlage dafür, dass ein Großteil des Energiebedarfs selbstständig gedeckt werden kann. Diese versorgt außerdem den größten Teil unseres auf Energieeffizienz ausgelegten Maschinenparks mit Strom. Energie, die wir nicht selbst bereitstellen können, beziehen wir zum Beispiel von einem Biomasse-Heizwerk aus der Region.

 

Herausforderungen auf dem Weg zur nachhaltigen Logistik

Die Logistik nachhaltiger zu gestalten, ist nicht unbedingt einfach. Zu viele Prozesse greifen ineinander und auch das Einkaufsverhalten der Menschen im E-Commerce hat darauf zum Beispiel große Auswirkungen. Hier ist es wichtig, Prozesse zu optimieren und zum Beispiel zu vermeiden, dass Transporte etwa nur mit halber Auslastung stattfinden, Umwege fahren oder mehr Treibstoff verbrauchen, als sie müssten. Auch wir von IBS achten stark auf eine möglichst emissionsreduzierte Abwicklung durch Wege- und Transportoptimierung und arbeiten täglich daran, die einzelnen logistischen Arbeitsschritte so effizient wie möglich zu gestalten. Hier kommt außerdem der digitale Produktpass ins Spiel, den es bereits für einige Produktkategorien gibt, und der über die gesamte Produktion und die Lieferwege eines Produkts informieren soll. Er soll Kundinnen und Kunden die Möglichkeit geben, nachhaltigere Konsumentscheidungen zu treffen. Um diesen umsetzen zu können, braucht es aber eine genaue Nachverfolgbarkeit des Transports, welcher am besten digital festgehalten wird.

Unsere eigenen Bemühungen zur Emissionsreduzierung und für eine nachhaltige Logistik zertifizieren uns Umweltsiegel wie DNV Food Safety System HACCP, DE-ÖKO-006 und das Gesicherte Nachhaltigkeit Prüfsiegel 2024. Denn neben erneuerbaren Energien setzen wir auch auf nachhaltigere Verpackungen und ökologisch verträgliche Materialien und versuchen so wenig Verpackungsmaterial wie möglich zu verwenden, um die Waren auf ihrem Weg zu schützen. Strom sparen wir durch Bewegungsmelder, sodass nicht genutzte Bereiche unserer Gebäude nicht dauerhaft beleuchtet werden. Und schließlich schulen wir unsere Mitarbeitenden im richtigen Umgang mit Energie und Ressourcen.

 

Erste Schritte in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft

Die Logistikbranche strebt an, ihre Prozesse nachhaltiger zu gestalten, um den Treibhausgasausstoß zu reduzieren. Das zeigt sich bereits jetzt nicht nur in Nachhaltigkeitskampagnen der Dienstleister, sondern auch in den Zahlen. Politische Vorgaben sowie das gesteigerte Umweltbewusstsein treiben diesen Wandel stetig voran.

Um den Schwung dieses Wandels mitzunehmen und Herausforderungen der Transportoptimierung zu bewältigen, müssen Logistikunternehmen Kreativität und Planung beweisen. Mit Investitionen in die richtige Technologie und einem verstärkten Fokus auf Kreislaufwirtschaft und emissionsfreie Transportmittel können sie jedoch langfristig nachhaltig handeln. Auch bei IBS versuchen wir, jeden Tag ein Stück nachhaltiger zu werden und mit stetigen Optimierungen interner Versandprozesse und des Transports, aber auch im allgemeinen Unternehmensalltag langfristig wirkungsvolle Maßnahmen zu etablieren. Unsere Zertifikate wie unsere Unternehmensphilosophie, in der ökonomisches und soziales Verhalten ein großer Bestandteil ist, fordern von uns, das eigene, nachhaltige Handeln stets zu hinterfragen. Und nur so können wir auch als umweltbewusster Partner für unsere Kund:innen und Kunden agieren.